Das Wasserkraftwerk von Keila-Joa
Das Wasserkraftwerk von Keila-Joa
In historischen Quellen wird die Wassermühle Keila-Joa im Jahre 1555 erstmals erwähnt. Mit der Stromerzeugung wurde im Jahre 1928 begonnen. Die Station setzt ihre Tätigkeit auch heutzutage fort.
Das Wasserkraftwerk Keila-Joa ist eine der ältesten Wassermühlen Estlands, deren Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen – die ersten schriftlichen Erwähnungen stammen bereits aus dem Jahr 1555. Der örtliche Fluss mit seinem kraftvollen Wasserlauf bot über Jahrhunderte hinweg die Möglichkeit, Wasserkraft zunächst für Getreidemühlen und später auch für industrielle Zwecke zu nutzen. Im Jahr 1928 nahm hier das Wasserkraftwerk den Betrieb auf, daneben wurden auch die alte Wassermühle und die Fischzucht weitergeführt. In den 1930er-Jahren wurde das Kraftwerk modernisiert: Ein neuer Wasserentnahmekanal und Nebengebäude für die Fischzucht wurden angelegt. Ende der 1950er-Jahre kam ein weiterer größerer Anbau hinzu, der den gesamten Industriekomplex vervollständigte.
Heute ist das Wasserkraftwerk ein seltenes Denkmal, das sowohl von der lokalen Industriegeschichte als auch von der vielschichtigen Vergangenheit von Schloss Fall (Keila-Joa) erzählt. Auch wenn Kraftwerk und Wassermühle nicht von innen besichtigt werden können, lassen sie sich von außen eindrucksvoll betrachten und vermitteln einen anschaulichen Eindruck von einem der bemerkenswertesten historischen Zeugnisse der estnischen Wasserwirtschaft.
















